Ewald Mataré

 
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Ewald                          Mataré                                                       - Weide
Ewald Mataré
"Weide "
2.480 €
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Ewald                          Mataré                                                       - Reliefplatte Tobias heilt seinen blinden Vater
Ewald Mataré
"Reliefplatte Tobias heilt seinen blinden Vater "
420 €
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Ewald                          Mataré                                                       - Ovaler Teller mit Hahn
Ewald Mataré
"Ovaler Teller mit Hahn "
420 €
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Ewald                          Mataré                                                       - Phönix
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Biografie Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Ewald Mataré

Aachen 1887
- Büderich bei Neuss 1965


Ewald Mataré wird in Aachen am 25. Februar 1887 geboren. Seine künstlerischen Neigungen werden besonders von der Mutter fördert . In seiner Heimatstadt erhält der Künstler die ersten Ausbildung bei dem Maler Eugen Klinkenberg. Danach kommt Mataré 1907 an die Kunstakademie in Berlin. Als Meisterschüler wechselt der Künstler im Jahre 1912 zu Arthur Kampf, der als einer der hervorragendsten Maler der "offiziellen" Kunst gilt. Bei Lovis Corinth arbeitet Mataré 1914 ein halbes Jahr. Die impressionistische Malweise Corinths überzeugt ihn jedoch nicht.
1920 findet ein bedeutender Wandel in Matarés künstlerischem Schaffen statt. Im Alter von mehr als dreißig Jahren wendet er sich der Grafik und Bildhauerei zu. Tierplastiken avancieren zu Matarés Markenzeichen. Der Bildhauer sucht in seinen Plastiken und Holzschnitten, statt spontanem Ausdruck subjektiver Erlebnisse und Stimmungen, nach der Klarheit und Objektivität der Formen. Diesbezüglich ist Matarés Werk verwandt mit der organischen Abstraktion wie sie den Werken von Hans Arp und Constantin Brancusi eigen sind.
Mataré wird 1932 an die Staatliche Kunstakademie in Düsseldorf berufen. Schon ein Jahr später jedoch, wird der Künstler aufgrund nationalsozialistischer Propaganda vertrieben. Alle öffentlich ausgestellten Plastiken werden vernichtet. Sofort nach Kriegsende ruft man Mataré an die Akademie zurück. Die vom Künstler 1947 gestalteten Kölner Domtüren machen ihn zum bekanntesten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit. Das Fenster im Westturm des Aachener Münsters und die Portale der Weltfriedenskirche in Hiroshima, geben Zeugnis von einem künstlerischen Schaffen, in dem die Grenzen zwischen Plastik und angewandter Kunst verschmelzen und das so eine eigene Formensprache etabliert. Auf Joseph Beuys übt Mataré einen besonderen Einfluss aus. Beuys zählt zu seinen berühmtesten Schülern.
Ewald Mataré wird 1953 der Große Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. 1958 erhält er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Das Stedelijk Museum in Amsterdam zeigt, nach zahlreichen Einzelausstellungen, noch zu Lebzeiten des Künstlers, eine Retrospektive seines Schaffens. Der Künstler stirbt im Alter von 78 Jahren in Büderich bei Düsseldorf. Der Kölnische Kunstverein zeigt ein Jahr eine große Gedächtnisausstellung zu seinen Ehren.